#143 Spiegelwald - Fuchsbrunnbrücke
Wanderungen
#143
30.12.2025
Winterzauber im Spiegelwald - Fuchsbrunnbrücke
Kurz & kompakt – die WintertourRegion: Spiegelwald, Erzgebirge
Jahreszeit: Winter
Charakter: ruhig, märchenhaft, naturnah
Wege: verschneit, gut begehbar mit festem Schuhwerk
Highlight: König-Albert-Turm & Fuchsbrunnbrücke
Manche Wanderungen fühlen sich an wie ein Märchen – diese hier war genau so eine.
Verschneite Wege, stiller Winterwald und ein Aussichtsturm, der wie aus einer anderen Zeit über den Baumwipfeln wacht.
Der Spiegelwald im Erzgebirge zeigte sich an diesem Tag von seiner zauberhaftesten Seite.
Der kostenlose Wanderparkplatz ist ca. 100m von der Spiegelwaldbaude entfernt.
Bitte beachtet die Öffnungszeiten der Gaststätte und des Turmes. Heute war leider Ruhetag, aber das wussten wir im Vorfeld.
Aus dem Spiegelwald (727m) heraus ging es über ein Feld in Richtung Fuchsbrunnbrücke, der Wind pfiff ordentlich und mit dem Schneefall fühlte es sich an wie ein Schneesturm, die Sicht war kaum vorhanden. Wir retteten uns in den schützenden Wald.
Geschützt von den hohen Tannen fiel der Schnee leise auf die schon verschneiten Bäume. Erste Anlaufstelle war das "Halsgericht", eine historische Hinrichtungsstätte wo 1824 ein Mörder enthauptet wurde. Durch den mystischen Wald ging es weiter auf dem Kühnhaider Steig zum Fuchsbrunnbach.
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Der Schnee dämpfte jedes Geräusch, die Bäume trugen weiße Hauben, und der Weg führte sanft durch den Winterwald. Die verschneiten Pfade waren unberührt – wir waren allein unterwegs.
Am Fuchsbrunnbach schlängelte sich durch den Schnee, das Wasser plätscherte über die Steine. und plötzlich mitten im Wald war sie da, eingebettet in den verschneiten Wald - die Fuchsbrunnbrücke, ein stilles Highlight aus vergangenen Tagen.
"Diese Brücke mitten im Wald ist der letzte verbliebene Rest der Bahnstrecke Zwönitz-Scheibenberg. Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bau begonnen und die Strecke dann 1899 eröffnet. Der größte Teil der Bahnlinie wurde dann nach dem Krieg als Reparationsleistung abgebaut und in die Sowjetunion verbracht. Die verbliebenen Reste wurden dann noch bis 1968 für Güter- und Personenverkehr genutzt. Danach dann alles abgebaut, geblieben ist diese Brücke.
Diese ist 63 m lang und knapp 17 m hoch. Gebaut hatte diese, die Firma Aug. Klönne für 77.000 Mark. 1944 erhielt sie ihren letzten Anstrich. Zuletzt gab es Ideen die Brücke wieder für Radfahrer nutzbar zu machen, aber bisher ist das noch nicht umgesetzt." Quelle: Die Fuchsbrunnbrücke | Urbex-BB.de
Die Brücke ist weiträumig abgesperrt, um hoch zur ehemaligen Bahndamm zukommen, kann man aber die Absperrungseile als Aufstiegshilfe nutzen. Bei Schnee und glattem Hang eine gute Idee. Erst waren wir auf der einen Seite des Tals und dann auf der anderen, wo wir unseren Weg fortsetzt.
Fazit: Kein lauter Spot, kein großes Spektakel – sondern ein stiller, fast magischer Ort. Gerade im Winter entfaltet die Brücke ihren ganz eigenen Charme.
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Über den Dittersdorfer Weg ging es weiter durch den einsamen, verschneiten Winterzauberwald. Nur Spuren von Rehen oder kleinen Waldbewohnern waren im Schnee zu sehen. Teilweise klarte der Himmel etwas auf und die Sonne schickte ein paar gelbe Strahlen in den weißen Winterwald.
Am Moosweg führt ein Sackgasse zu einem Tümpel in der Zwönitzer Moosheide. Allerdings ist er schwer bis gar nicht zugängig, wie ich nachhinein gelesen habe.
Nun wanderten wir über den breiten Moosweg bis zum Rundteil und weiter über die Lößnitzer Straße (Wanderweg Lößnitz-Grünhain) Richtung Grünhain.
Nach einigen hundert Metern auf der Lößnitzer Straße verlässt man den Wald und der Blick öffnet sich über weiter Felder zum Spiegelwald und ins Erzgebirge. Neben dem Funkturm Geyer sahen wir auch den Pöhlberg bei Annaberg-Buchholz. Bei guter Fernsicht kann man von hier oben bestimmt noch mehr im Erzgebirge erblicken.
Nun erreichten wir Grünhain, kurz durch den Ort hindurch ging es auf der anderen Seite, an einem Feld entlang wieder Richtung Spiegelwald.
In Grünhain-Beierfeld begann der letzte Teil der Strecke, mit dem Aufstieg zum Spiegelwald.
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"Der Spiegelwald ist ein Berg im sächsischen Erzgebirge im Erzgebirgskreis mit 727,7 m Höhe. Er liegt auf dem Gebiet der Stadt Grünhain-Beierfeld nördlich von Schwarzenberg und östlich von Aue. Der Spiegelwald ist ein beliebtes Ausflugsziel mit besonders guter Sicht auf den Erzgebirgskamm und das Schwarzwassertal bei Schwarzenberg. Während eines Erzgebirgsbesuchs legte König Albert am 9. Juli 1880 den Grundstein für einen ersten Aussichtsturm. Der 17 Meter hohe gemauerte und vom Baumeister Oscar Puschmann aus Johanngeorgenstadt errichtete Turm wurde am 11. September 1881 wiederum in Gegenwart des Monarchen eingeweiht und erhielt zu seinen Ehren den Namen König-Albert-Turm. Im Jahr 1903 eröffnete auf dem Gipfel ein Berggasthof. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, beschädigten Tiefflieger den Aussichtsturm, der nach Kriegsende zunächst als Ruine stehen blieb. Wegen Baufälligkeit wurde er schließlich im Jahr 1967 abgerissen.
Nach der deutschen Wiedervereinigung bestand die Möglichkeit eines Neuaufbaus, so dass am 17. November 1999 ein neuer 40 m hoher Turm eröffnet wurde. Er erhielt den Namen seines Vorgängerbaus, König-Albert-Turm, und besitzt eine Aussichtsplattform in 31,5 m Höhe, die wahlweise mit einem behindertengerechten Aufzug oder über 180 Stufen erreicht werden kann.
Ein neuer Berggasthof mit Biergarten und Sonnenterrasse, die Spiegelwaldbaude, wurde im Jahr 2008 in Betrieb genommen." Quelle: wikipedia
Hier endet unsere Winterwanderung durch das zauberhaft verschneite Erzgebirge.
Fazit: eine wunderschöne, einfache Wanderung mit den Highlights Fuchsbrunnbrücke und Spiegelwald mit König-Albert-Turm, den man unbedingt erklimmen sollte (auch barrierefrei durch Fahrstuhl) - fantastische Sicht ins Erzgebirge. Anschließend noch lecker in der Spiegelwaldbaude oder am Imbiss einkehren
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