#151 Capo bianco
Wanderungen
#151
14.05.2026
Capo bianco di Eraclea Minoa
Der kleine Bruder von Scala dei Turchi („Treppe der Türken“)
Oberhalb der historischen Stadt Eraclea Minoa startet unsere kleine Wanderung zum Capo bianco (weißer Kopf). Der Parkplatz an der Ausgrabungsstätte des Antiken Theaters von Selinunt (Teatro di Eraclea Minoa) ist kostenfrei - wer möchte kann auch die Ausgrabungsstätte besuchen. Zum Start der Tour waren wir ganz allein auf dem Parkplatz.
Der Weg beginnt am Rand der Steilküste und wirkt als hätte man eine große touristische Erschließung vorgehabt, aber irgendwann ist das Geld ausgegangen. Nach wenigen Metern man einen ersten Blick auf die senkrecht abfallenden Küstenlinie und den Strand von Eraclea Minoa. Irgendwie erinnert mich die Küstenlinie an die Kreidefelsen von Rügen.Vom Capo bianco ist aber noch nicht zu sehen. Wir folgen dem Weg weiter bis zu einem Aussichtspunkt mit Sitzmöglichkeit und einem Abzweig der späterunser Rückweg sein wird. Vom Aussichtpunkt hat man einen fantastischen Blick auf den langen Strand zwischen Seccagrande mit dem Gebirge im Hintergrund und Capo bianco. Der Strand ist menschenleer, trotz des klaren blauen Wassers.
Angeblich führt an diesem Punkt ein Pfad hinunter zum Strand und der Flussmündung des Flusses Platani (Fiume Platani), welchen wir nicht finden konnten,so dass wir einfach querfeldein gelaufen sind. Unten am Strand angekommen, dann das Entsetzen: überall Müll, Plastemüll, Fässer, Sessel, Schaumstoffe und vieles mehr, verfangen im Strandgut und in den Dünensträucher. Hier würde ich nicht baden gehen wollen. Bei den Dünen, direkt im weißen Kalkfels ist eine recht große Höhle, auch hier war vorm Eingang ein großer Berg Müll abgelagert wurden - wirklich nicht schön.Da nützt es auch nicht wenn die weißleuchtenten Flanken des Capo bianco auf tauchen und mit dem Meer eine zauberhafte Kulisse bilden. Auch direkt an den Klippen befand sich jede Menge Unrat. Der Weg endet abrupt, denn die weißen Klippen fallen nun direkt ins kristallklare Wasser.
Nun heißt wieder am Strand und der Flussmündung entlang, hinauf zum Aussichtspunkt, wo uns der Weg dann durch die karge Landschaft zurück zum Parkplatz führt. Unterwgs kamen wir noch an einem alten Bewässerungssystem und verlassen Häusern vorbei. Die Vegetation beschränkte ich auf ein paar wenige Feigenkakteen, Agaven und viel hohes trockenes Gras.
Die kleine Stadt Eraclae Minoa mit seinen zwei Straßen haben wir nicht besucht, obwohl es dort ein sehr gutes Strandlokal, das Lido Garibaldi geben soll.
Wir entschieden uns nach Sciacca zurück zu fahren und dort die Stadt zu erkunden.
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